Alles zur WM 2010 Fußballweltmeisterschaft 2010 fussball-forum southafrika2010 Seite der Südafrikanischen Botschaft in Berlin mit zusätzlichen Informationen zur WM2010 Die wichtigsten und erfolgreichsten Vereine der Weltstadt Ruhrgebiet Bochum VfL Bochum (langjähriger Bundesligist, zweifacher Pokalfinalist) SV Höntrop (langjähriger Gauligist) SV Langendreer 04 (langjähriger Gauligist) Bottrop VfB Bottrop (langjähriger Regionalligist) Dortmund Borussia Dortmund (mehrfacher Deutscher Meister und Europapokalsieger) SV Arminia 08 Marten (langjähriger Gauligist) FV Hombruch 09 (Deutscher Amateurmeister 1958) DSC 95 (ältester Verein der Stadt, langjähriger Zweitligist) SG Lütgendortmund (langjähriger Zweitligist bei den Frauen) Duisburg MSV Duisburg (langjähriger Bundesligist, mehrfacher Pokalfinalist) Hamborn 07 (langjähriger Gau- und Oberligist) Duisburger Spielverein (Deutscher Vizemeister 1913, langjähriger Gau- und Oberligist) Duisburger FV 08 (langjähriger Gau- und Oberligist) VfB Homberg (langjähriger Gauligist und Regionalligist) FCR 2001 Duisburg (Deutscher Meister und Pokalsieger KBC Duisburg (Deutscher Meister und Pokalsieger bei den Frauen) Essen Rot-Weiss Essen (Deutscher Meister 1955, langjähriger Bundesligist) Schwarz-Weiß Essen (langjähriger Gau- und Oberligist, Pokalsieger 1959) Sportfreunde Katernberg 1913 (langjähriger Gau- und Oberligist) TuS Helene Essen (langjähriger Gauligist) BV Altenessen (langjähriger Gauligist) SG Essen-Schönebeck (langjähriger Bundesligist bei den Frauen) Gelsenkirchen FC Schalke 04 (mehrfacher Deutscher Meister und Europapokalsieger) STV Horst-Emscher (langjähriger Gau- und Oberligist, Deutscher Amateurmeister 1967) Spielverein Rotthausen (langjähriger Gauligist) Alemannia Gelsenkirchen (langjähriger Gauligist) Herne Westfalia Herne (langjähriger Gau- und Oberligist, Westdeutscher Meister 1959) SV Sodingen (langjähriger Oberligist) Spvgg. Röhlinghausen langjähriger Gauligist) DSC Wanne-Eickel (langjähriger Zweitligist) Herten SpVgg.Herten (langjähriger Gauligist) Holzwickede SV Holzwickede (Deutscher Amateurmeister 1976) Lünen Lüner SV (langjähriger Regionalligist) Marl TSV Marl-Hüls (langjähriger Oberligist) Oberhausen Rot-Weiss Oberhausen (langjähriger Bundesligist) Oer-Erkenschwick SpVgg. Erkenschwick (langjähriger Gau- und Oberligist) Aufzählung entnommen: http://de.wikipedia.org/wiki/ Benutzer:Scherben/Liste_der_ Fu%C3%9Fballvereine_des_ Ruhrgebiets#Bochum ...und noch mehr über Fußball | | Fußballregion Ruhrgebiet Hier einen genauen Abriss der Entwicklung des Fußballs im Ruhrgebiet zu bringen, würde den Rahmen dieser Seite sprengen. Deshalb wird diese Rezension eines insgesamt sehr gelungenen Buches vorgestellt, bei dem jeder, der das Ruhrgebiet ein wenig kennt, ins Schwärmen gerät und jeder, der das Revier kennen lernen möchte, eine Menge Neues und Typisches erfährt. Denn wie heißt es doch so schön: Die Wahrheit liegt aufm Platz. So wie sich die Menschen des Ruhrgebiets auf dem Fußballplatz geben, ob als Spieler oder Zuschauer, so sind sie auch im wirklichen Leben (erschienen im Verlag: Die Werkstatt). Mit über 350 Fotos dokumentiert dieser Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung die über 120jährige Geschichte des Revierfußballs. Prägnante Texte beschreiben die historischen Epochen und lokale Entwicklungen sowie interessante Sonderthemen, wie die Stadionlandschaft im Ruhrgebiet, Freizeitkicker oder die Kultur der Fußballkneipen. Die Ausstellung “Fußballregion Ruhrgebiet”: In diesem einleitenden Teil des Bandes wird der Zusammenhang zwischen Sport, Arbeiterschaft und Industrie dargestellt. Es ist eine symbiotische Beziehung, die dort gewachsen ist. Ohne eine Zeche Zollvereine wäre beispielsweise eine, wenn auch weithin unbekannte und nicht ganz so große Erfolgsgeschichte der Sportfreunde Katernberg nicht vorstellbar. Außerdem stellt der Abschnitt des Buches auch solche Vereine vor, die außerhalb des Ruhrgebiets niemand kennt. Als Beispiel seien hier nur mal FC Witten 92 (erster Verein im Ruhrgebiet überhaupt), SV Sodingen (einer von zwei regionalen Spitzenklubs in Herne) oder TSV Marl-Hüls (hat es allerdings nie über die Oberliga hinaus geschafft) als Arbeitervereine genannt. Fußball ist ein komplexes kulturelles, soziales und natürlich sportliches Ereignis, das nur schwer in Form einer Ausstellung oder eines Buches dargestellt werden kann. Dies wissen auch die Autoren, wenn sie einleitend zu bedenken geben: “Fußball spielt sich gleichermaßen auf dem Platz wie im Kopf des Betrachters ab. Mag das Spiel im Stadion nur 90 Minuten dauern, so kann es im Bewusstsein ein Leben lang widerhallen. Fußball ist individuelle Erinnerung, Emotion und Ekstase, ist zugleich kollektiver Taumel und gemeinsames Leiden. Wie kann man so etwas ausstellen? Fußballbezogene Erinnerung orientiert sich an Stätten, Objekten, Spielszenen, Personen. Stadien verkörpern gelebten Fußball, Trikots und Pokale bündeln Erinnerungen und sind zugleich Kultgegenstände. Das Spiel selbst schließlich ist vor allem Bewegung und Spannung. Doch auch ein dynamisches Foto bleibt zweidimensional. Die Faszination des Fußballs erschließt sich erst durch das Spielerlebnis selbst, vor allem im Wiedersehen großer Spiele und Spieler. Dies galt es Rechnung zu tragen.” Die Umsetzung dieser mehr als schwierigen Aufgabe ist der Wanderausstellung “Fussballregion Ruhrgebiet” und dem Buch meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Sehen wir uns die einzelnen Kapitel an, die hauptsächlich Fotos sowie kurze kommentierende Texte beinhalten. Das Herz des deutschen Fussballs Die Erfolge 1934 – 2002: Hier findet der Leser keine der üblichen Tabellen, in denen lückenlos alle Meisterschaften oder sonstige Erfolge aufgezählt wären, sondern das Ausstellungsbuch pickt einige besondere Highlights heraus: beispielsweise die des Jahres 1997, als Dortmund und Schalke zwei Europapokale ins Ruhrgebiet holen konnten. Andere Beispiele für die eindrucksvollen Bilder des erfolgreichen Revierfußballs: Schalke 04, deutscher Meister 1939; Rot-Weiss Essen, deutscher Meister 1956; Borussia Dortmund, Sieger im Europapokal der Pokalsieger. Balltag im Revier Der Ball und die Region: Hier sieht man Spielszenen aus den unteren Klassen und von Juniorenspielen. Diese Bilder sagen mehr über die Bedeutung des Fußballs für die Region und über seine Menschen aus als die Bilder, die man in der Sportschau von Bundesligaspielen serviert bekommt – mögen sie auch noch so spannend und fesselnd sein. Spielfeld Ruhrgebiet Die Region und der Ball seit ca 1920: 1920 wurde der Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk gegründet. Von nun an identifizierten sich die Menschen mehr und mehr mit den Vereinen aus der Region bzw. aus ihrer Stadt. Ein Beispiel: Schalke 04 wurde Anfang der 30er Jahre wegen unerlaubter Geldzahlungen gesperrt. Die Anhänger und die Presse empfanden dies aber als Versuch, ihren Verein zu diskriminieren. Nach der Aufhebung der Sperre kamen zu einem Freundschaftsspiel über 70.000 Zuschauer, wobei sogar viele andere nicht ins Stadion konnten, weil es voll war. Oder 1987, als sich die Spieler des MSV Duisburg mit den Arbeitern von Krupp solidarisierten: Spieler trugen ein Schild mit der Aufschrift: Stirbt Krupp, stirbt Rheinhausen. Somit konnten sich die betroffenen Arbeiter der Solidarität des gesamten Ruhrgebiets sicher sein. Spielerische Anfänge Deutsches Kaiserreich vor 1900: Wie der Titel schon sagt, werden die Anfänge des Fußballs im Ruhrgebiet behandelt. Von den ersten Versuchen, Fußball als Schulsport zu etablieren (1870er) bis hin zur Gründung des Rheinischen Spielverbandes (RSV) 1898. Bürger machen das Spiel Kaiserreich und Erster Weltkrieg 1900 – 1918 Dieser Buchteil beschreibt die Dominanz der bürgerlichen “Lackschuhvereine”, wie sie bei den “Malochern” genannt wurden. Nur diese Vereine hatten sonntags frei und konnten zu Auswärtsspielen anreisen, und nur sie waren in der Lage, sich finanziell eine Umzäunung zu leisten und somit Eintritt zu kassieren, was ihnen noch einen größeren Wettbewerbsvorteil sicherte. Arbeiter entdecken den Ball Kaiserreich und Erster Weltkrieg 1900 – 1918 Warum entdeckte die Arbeiterklasse erst nach der Jahrhundertwende den Fußball? Sie waren meist nur auf der Volksschule, die, im Gegensatz zum Gymnasium, keinen Fußball anbot. Erschwerend kam hinzu, dass der Westdeutsche Spielverband bürgerlich dominiert war und keinen Arbeiterverein aufnahm. Erst mit einem Umweg, sich einem der nicht so elitär ausgerichteten Turnvereine anzuschließen, wurden diese Vereine dann auch in den Westdeutsche Spielverband aufgenommen. Fussball wird Volkssport Weimarer Republik 1918 – 1933 Die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges und schließlich die Weltwirtschaftskrise setzten den Menschen extrem zu. Aber die Mitgliederzahlen der Vereine explodierten. Durch die steigenden Mitgliederzahlen schnellten die Zuschauerzahlen und die Zuschauereinnahmen in die Höhe, woran auch die Spieler teilhaben wollten. In dieser Zeit stellten sich auch erste Erfolge für die Arbeitervereine ein. Fußball in unterschiedlichen Milieus Weimarer Republik und Drittes Reich 1918 - 1938 Die Verbände und ihre Beziehungen untereinander. Vom DFB über die DJK, den ATSB bis zum RJF oder VINTUS. Fußball als deutsches Kampfspiel NS-Diktatur und Zweiter Weltkrieg: Auch im Fußball hatten die Schergen des NS-Regimes ihre Finger im Spiel und hielten sich einen Vorzeigeverein aus dem Revier: den FC Schalke 04. Zudem hinterließ der zweite Weltkrieg durch die Einberufung der Spieler oder durch zerstörte Sportstätten tiefe Narben im Ruhrgebietsfußball. “Zonaler” Fußball Nachkriegszeit 1945 – 1949: Was machten die Vereine und Spieler nach dem Weltkrieg? Sie zogen quer durch Deutschland und spielten – für Naturalien. Sportvereine und -verbände waren zunächst noch verboten. Ab der Saison 1946/47 normalisierte sich der Spielbetrieb allerdings wieder, ab 1948 fanden wieder deutsche Meisterschaften statt. Wirtschaftswunder im Revierfußball Oberliga und 2. Liga West 1949 – 1963: Bezahlter Fußball und Totospiel kamen in dieser Zeit auf. Es war die Zeit, in der der wirtschaftliche Unterschied zwischen den Vereinen gravierender wurde. Bisher wurden die Zuschauereinnahmen geteilt. Dies fiel nun weg, und der Verein mit einem großen Stadion nahm entsprechend mehr Geld pro Spiel ein. Mehr Geld – bessere Spieler – mehr Erfolg – mehr Zuschauer – mehr Geld…. Im Ruhrgebiet gab es “nur noch” vier große Vereine: BVB, S04, RWE und SWE. Aber international waren auch diese Vereine ohne größere Erfolgsaussichten. “Schicht am Schacht” für Zechenfußball Zwischen Oberliga und Amateurfußball 1949 – 1963: Die Zechenvereine als dominierende Klubs in ihren Stadtteilen (SV Sodingen 12, SpVgg Herten 12, Sportfreunde Katernberg…) mit der Chancengleichheit, langfristig mit den großen Vereinen auf Augenhöhe zu spielen? Konzentration durch Profifußball Bundesliga und Regionalliga West 1963 – 1974 Die Einführung der Bundesliga und die damit einhergehenden finanziellen Erfolge der Vereine. Das Schicksal der kleineren Revierklubs wie z.B die oben Genannten. “Schweres” Wetter an der Ruhr Die Krise des Revierfußballs: Durch die Freigabe der Spielergehälter und der Ablösesummen konnten Spieler aus dem Revier bei anderen Klubs oftmals sehr viel mehr Geld kassieren, mit der Folge dass der Fußball im “Pütt” in seine erste große Krise schlitterte. Das Management in den meisten Ruhrgebietsvereinen konnte mit dem plötzlichen Geld nicht umgehen, so dass Schalke und Dortmund von den Stadien, die zur WM neu erbaut wurden, nicht profitieren konnten. Tradition und Globalisierung Zwischen Champions League und Regionalliga seit 1994 Globale Auswirkungen auf die Vereine im Revier und die daraus resultierende Dreiklassengesellschaft der Vereine. Wie wichtig ist das Geld geworden? Frauen erkämpfen den Ball Frauen- und Mädchenfußball seit ca. 1950 Frauenfußball war “unweiblich” und wurde vom DFB 1955 verboten. Nicht nur die Ausübung, sondern auch die Unterstützung. Somit wurden zahlreiche neue Klubs gegründet, die sich in einem unabhängigen Spielbetrieb etablierten. Das Ruhrgebiet war quasi die Geburtsstunde des deutschen Frauenfußballs: 1956 fand in Essen das erste (inoffizielle) Frauen-Länderspiel statt. Die deutsche Auswahlspielerinnen bezwangen in Essen die Niederlande mit 2:1. Einige Frauenklubs im Ruhrgebiet werden kurz vorgestellt. Fußball-Freizeit Breitensport Fußball seit ca. 1960: Die ersten Theken-, Hobby- und Freizeitmannschaften werden gegründet, da man nicht im DFB organisiert sein möchte. Der Schulfußball wird mehr und mehr gefördert, auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele 1972. Die Vereine fördern die Jugendarbeit immer mehr, da sie feststellten, dass die Jugend ihr Kapital der Zukunft sein kann. Auch ein anderer, sehr wichtiger Aspekt wird in diesem Kapitel unter die Lupe genommen: der zunehmende Mangel an Freiflächen und Bolzplätzen. Integration oder Separation Ausländer im Revierfußball seit ca. 1960 Im Zuge der Anwerbung von so genannten Gastarbeitern kamen Männer ins Ruhrgebiet, die auch kicken wollten – aber nicht in einem deutschen Verein. Man war lieber unter sich. Auffällig ist hierbei, dass viele der Migrantenklubs auch heute noch von Migranten geführt werden und auch nur Migranten aufnehmen. Dies wirft kein gutes Licht auf das Ruhrgebiet als Integrationsgesellschaft. Es gab und gibt immer wieder Spannungen auf und neben dem Platz. Fußball gedruckt Sportillustrierte und Tagespresse seit ca. 1900 Dieser Buchabschnitt zeigt einen Querschnitt der Fußballpresse seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Auch als Kontrollorgan funktioniert die Presse: So deckten z.B. Zeitungsjournalisten die vom BVB-Management immer heruntergespielte Finanzmisere auf. Live dabei Audiovisuelle Medien seit ca 1920: Anfangs gab es nur die Möglichkeit, dass man Fußball live am Radio miterlebte. Mittlerweile kann man, wenn man will, jedes Spiel live bzw. in voller Länge sehen. In Kabinen und Katakomben Spieler im Stadion seit ca. 1920: Hier findet der Leser einen kleinen Einblick in alles, was in den Kabinen und Katakomben, dem letzten Refugium der Spieler und Trainer, vor, während und nach einem Spiel abläuft. “Lokal”-Derby Kneipe und Fußball seit ca. 1900 In den Anfängen des organisierten Fußballs waren die Kneipen die Gründungs- und Vereinslokale – und sogar als Umkleidekabinen wurden sie genutzt. Kneipen waren seit Beginn der Radio-Übertragung in den 30er Jahren ein Treffpunkt für Fans, die das Spiel miterleben wollten, wenn die Mannschaft z.B. auswärts spielte. In den 50ern kamen dann die ersten Fernseher in die Gaststätten. Der nächste Schritt ist dann die Einführung des Pay TV gewesen, was den Kneipen ein Exklusivrecht brachte und die Fans wieder zusammenbringt, wenn sie keine Karte kriegen können oder wenn die Mannschaft zu einem Auswärtsspiel unterwegs ist. Großstadien und Kampfbahnen Stadionlandschaft Ruhrgebiet ca 1920 – 1945: Die ersten Stadien entstanden in den 20er Jahren mit zusätzlichen staatlichen Finanzmitteln, da die Weimarer Republik die wachsende Popularität des Sports erkannte. Alle Stadien, die vor 1933 gebaut oder geplant wurden, ähneln sich sehr. Flutlichtmasten und Arenen Stadionlandschaft Ruhrgebiet seit 1945: Nach dem Krieg wurden die Stadien erst in der zweiten Hälfte der 50er Jahre Stadien wieder instandgesetzt. Es kamen die ersten Flutlistmasten hinzu. Die ersten Neubauten gab es jedoch erst zur WM 1974. Nicht nur die Städte Dortmund und Gelsenkirchen profitierten davon, sondern natürlich auch die beiden Klubs selbst. Fantastische Erlebniswelten Stadionlandschaft Ruhrgebiet heute Auch in den neuen, meist multifunktionalen Arenen – Stadien kann man ja schon nicht mehr dazu sagen -, spielt der Fan auf der Tribüne noch immer die größte Rolle. Ohne ihn wäre jedes Stadion, jede Arena, jede Kampfbahn eine seelenlose Hülle, die nur durch die Architektur beeindrucken könnte. Auch kleine Stadien werden hier abgebildet, die einen Eindruck vom Ruhrgebiet und seinen Menschen geben. Partnerschulen – Schulprojekte 2004 – 2006 Hier werden Themen, Projekte und Partnerschulen der Ausstellung “Fussballregion Ruhrgebiet” ausführlich vorgestellt. Diese Rezension wird mit freundlicher Genehmigung des Fußballforums veröffentlicht. | | Zu den beiden wesentlichsten Vereinen im Ruhrgebiet gehören Schalke 04 und Borussia Dortmund  Die Geschichte des FC Schalke 04 Der FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V. gehört zu den erfolgreichsten und populärsten Sportclubs Deutschlands. Mit über 50.000 Vereinsmitgliedern umfasst der Verein die Abteilungen Fußball, Handball, Basketball, Leichtathletik und Tischtennis. Im Jahr 1904 wurde der Verein als "Westfalia Schalke" gegründet und seine Mitgliedschaft kam zum Großteil aus dem Bergbaumilieu. Das 1928 eröffnete Stadion ist nach dem Gruß der Bergleute benannt: die „Kampfbahn Glückauf“ (im Volksmund auch Glückaufkampfbahn), weshalb sie auch "Die Knappen" genannt wurden. 1912 fusionierte der Verein mit dem Turnverein 1877 Schalke, um zum offiziellen Spielbetrieb zugelassen zu werden. 1924 trennte sich die Turnabteilung vom Fußballverein - von nun an trug der Verein den Namen FC Schalke 04 und die Vereinsfarben blau und weiß statt rot und gelb. Die ersten überregionalen Erfolge feierte Schalke Ende der 20er Jahre: Der Führungsspieler Ernst Kuzorra und weitere Schalker Spieler hatten die Technik des "Schalker Kreisels" entwickelt - basierend auf dem schottischen Kombinationsfußball - und der Schalker Fußball wurde berühmt für seine kurzen und flachen Pässe. Zwischen 1934 und 1942 nahm der Erfolg des FC Schalke historische Dimensionen an und die "Königsblauen" dominierten den deutschen Fußball: Sie gewannen sechsmal die Meisterschaft und standen jedes Jahr im Meisterschafts- oder im Pokalfinale, 1937 erspielten sie zusätzlich den Tschammerpokal. 1939 gelang der Mannschaft der höchste Sieg, der je um einen nationalen deutschen Wettbewerb gewonnen wurde: Im Berliner Olympiastadion gewannen die Knappen mit einem unglaublichen 9:0 gegen Admira Wien, und der "Mythos Schalke" war geboren. Während des Dritten Reiches benutzten die Nationalsozialisten den Verein für propagandistische Zwecke. Gegen Ende des Krieges verlor die Mannschaft zunächst den Anschluss an ihre alten Erfolge; das Stadion war zerstört, und die Spieler, die die Mannschaft ganz nach oben gebracht hatten (Kuzorra, Szepan, u. a.), waren inzwischen weit über 40 Jahre alt. 1958 gewann Schalke seinen vorerst letzten Meisterschaftstitel. Im Jahr 1963 wurde die Bundesliga gegründet und Schalke spielte bis 1981 durchgängig mit. 1971 kam der Verein in Zusammenhang mit dem "Bundesliga-Skandal" in die Presse: Man hatte sich mit Geld bestechen lassen und ein Spiel gegen Arminia Bielefeld absichtlich mit 0:1 verloren, woraufhin mehrere Spieler gesperrt wurden. 1973 wurde das mit Blick auf die Fußballweltmeisterschaft von 1974 erbaute neue Parkstadion eingeweiht. Der Verein bekam schließlich in den 80er Jahren erhebliche Probleme, nachdem er 1977 noch Vizemeister geworden war. Schalke stieg dreimal ab und hätte aus finanziellen Gründen fast seine Lizenz verloren. Ein besonderes Ereignis in der Geschichte des FC Schalke war der Besuch des Papstes im Jahr 1987: Der Papst hielt im Parkstadion eine Messe, an der 100.000 Besucher teilnahmen und wurde zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt. 1991 stieg Schalke erneut auf und gewann langsam seine alte Form zurück, 1997 gewannen die Spieler des FC den UEFA-Pokal gegen Inter Mailand. Im Laufe der 90er Jahre wurde auch der Geschäftsbetrieb umstrukturiert. Der Vorstand wird seitdem nicht mehr direkt von den Vereinsmitgliedern gewählt, sondern vom Aufsichtsrat bestellt. Im Jahr 2000 entstand außerdem die "FC Schalke 04 AG" mit mehreren Tochtergesellschaften, um den Stadionbetrieb und weitere Aufgaben rund um den Fußballclub zu übernehmen. Im August 2001 konnte der Verein seine neue hochmoderne Arena beziehen: Die "Arena AufSchalke" hat ein verschließbares Dach, und der Rasen ist durch modernste Technik ein- und ausfahrbar. Ab 2005 heißt das neue Stadion Veltins Arena.  (Kann als Ansichtskarte siehe: Ruhrgebiet innovativ erworben werden.) Das Stadion ist berühmt-berüchtigt für seine aufgeladene Atmosphäre, und die "Königsblauen" verfügen mit der Arena über das modernste Stadion Europas. In den letzten Jahren halten die Spieler ihren FC Schalke relativ konstant in den oberen Rängen der Bundesligatabelle. Die Veltins-Arena, auch Festspielhaus des Deutschen Fußballs genannt, ist nicht nur Fußballstadion sondern auch Veranstaltungsort großer, über- regionaler Events. Robbie Williams, Pur, U2 und Herbert Grönemeyer begeisterten ihre Fans in der stimmungsvollsten Konzerthalle Europas. Aida, Turandot und Carmen machten aus der Arena die weltweit größte Opernbühne und bei der Veltins Biathlon World Team Challenge feiern über 50.000 Besucher hier die größte Biathlon-Party der Welt. Erfolge Deutscher Meister 1934 - 1935 - 1937 1939 - 1940 - 1942 1958 Deutscher Pokalsieger 1937 - 1972 - 2001 2002 UEFA-Cup-Sieger 1997 Dieser Text wurde (zum größten Teil) freundlicherweise kostenlos vom Goruma Länder- und Städteportal zur Verfügung gestellt.  Geschichte und Vereinsüberblick Borussia Dortmund Borussia Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 von einer Gruppe junger Männer gegründet. Während des folgenden Jahrzehnts begann der Verein, durch Spiele im Stadion Rote Erde, an Popularität zu gewinnen. Während der 30er und 40er Jahre, im aufblühenden Nazi-Deutschland, konnte das Team überzeugen und gewann so manche Wettbewerbe – Borussia Dortmund gewann seinen ersten nationalen Titel im Jahr 1956. Die erfolgreichsten Jahre der Vereins waren während der 30er und 40er sowie den 90er Jahren. Die schwächsten Jahre hatte der Verein während der 70er und 80er Jahre. Die Mannschaft war das erste deutsche Team, das jemals den Europapokal gewinnen konnte. Zur Zeit tragen sie ihre Spiele im Signal Iduna Park aus und sind nicht sehr erfolgreich. Sie gehörten zu den Gründungsteams der Bundesliga 1963, der deutschen Eliteliga, und gewann den ersten Profititel 1965. Der Erfolg der Mannschaft sollte sich nur ein Jahr später auf internationaler Bühne wiederholen, als sie den Europapokal der Landesmeister gewannen. Diesem Erfolg zu Grunde ließ der Verein den Signal Iduna Park bauen, um der wachsenden Fangemeinde mehr Platz bieten zu können. Während der siebziger und achtziger Jahre schaffte es das Team nicht, einen Titel zu gewinnen. In den 90er Jahren jedoch konnte Borussia Dortmund wieder zu einem der Top-Mitstreiter werden und gewann den UEFA Pokal im Jahr 1997. Seit Beginn des neuen Jahrtausends bis heute konnte die Mannschaft aber nicht überzeugen. Durch Spieler wie Roman Weidenfeller allerdings könnte das Team wieder zurück an die Spitze der Liga kehren. Vereinsgeschichte Borussia Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 von einer Gruppe junger Männer gegründet, die mit dem durch die Kirche geförderten Fußball nicht mehr zufrieden waren. Ihr erstes organisiertes Treffen fand in einer heimischen Bar namens "Zum Wildschütz" statt. Hier kam man auf den Namen Borussia, der im Lateinischen Preußen bedeutet (als Ideengeber musste eine lokale Brauerei herhalten). Sie entschieden sich ebenso für eine Spielbekleidung, die aus einem blauweiß gestreiften Hemd mit einer roten Schärpe und schwarzen Hosen bestand. Während des kommenden Jahrzehnts begann der Verein zu wachsen. 1913 tauschte man die alten Trikots gegen die neuen Gelb-schwarzen bzw. Rot-schwarzen Trikots ein, die man noch heute trägt. Ihre Spiele in den lokalen Ligen wurden im Stadion Rote Erde ausgetragen, wo sie so einigen Erfolg feierten konnten. 1929 versuchte man, das Team mit einigen professionellen Spielern aufzubessern, dies ging allerdings daneben und hinterließ den Verein mit einer Menge Schulden. Der einzige Grund, warum der Verein überleben konnte, war eine großzügige Spende, die der Mannschaft zu Gute kam. Während der 30er Jahre wurde der Fußball durch die Nazis neu strukturiert. Die Gauliga wurde gegründet und die Mannschaft konnte während dieser Zeit überzeugen. Trotz des Erfolgs der Mannschaft wurde der Präsident der Borussia ersetzt, da er sich weigerte, den Nazis beizutreten. Einige Mitglieder der Organisation wurden in den letzten Tagen des Krieges hingerichtet, als sie versuchten, das Vereinsbüro dazu zu nutzen, Anti-Nazi Flugblätter zu erstellen. Nach dem Krieg und dem Fall der Nazis, konnte der Verein einen wahren Durchbruch in der Liga erleben. Es bildete sich, aufgrund des Erfolgs beider Mannschaften, eine Rivalität zwischen Schalke und Dortmund. Der Versuch, die Borussia mit einigen weiteren Organisationen zu verbinden, scheiterte. 1949 stand die Mannschaft das erste Mal in einem nationalen Endspiel, verlor jedoch mit 2:3 gegen VfR Mannheim. 1965 allerdings gewann die Borussia ihren ersten Oberliga-West Titel. Nur ein Jahr später gewann man bereits den zweiten Titel. Niepeiklo und Kelbassa zählten zu den Superstars der Mannschaft und erzielten in beiden Endspielen Tore. 1963 setzte sich der deutsche Fußballverband zusammen und gemeinsam beschloss man, eine professionelle Fußballliga zu gründen, die Bundesliga. Borussia Dortmund wurde eines der Gründungsmitglieder dieser neuen Liga. Die Mannschaft gewann ihren ersten Profi-Pokal im Jahre 1965. Nur ein Jahr später besiegte der BVB den Liverpool FC 2:1 in Glasgow, Schottland und wurde somit das erste deutsche Team, das den Europapokal der Landessieger gewann. Der Erfolg des Teams konnte aber nicht in die frühen 70er und 80er Jahre übertragen werden. Die Mannschaft sah sich in dieser Zeit des Öfteren mit finanziellen Schwierigkeiten und mit Relegationen konfrontiert. 1972 schaffte der Verein, mit zwei Siegen gegen den FC Nürnberg, den Wiederaufstieg in die Bundesliga. Allerdings konnte das Team für lange Zeit keinen größeren Erfolg feiern und fand sich 1886 auf den Abstiegsplätzen wieder, konnten sich aber mit einem Sieg gegen Fortuna Köln auf den 16en Platz retten. Es dauerte bis 1989, bis sich das Team mit dem Sieg des deutschen Pokals erfolgreich zurückmelden konnte. Während der 90er Jahre gelang es der Mannschaft ihren Erfolg von 1989 fortzusetzen. Sie schafften es bis in das Finale des UEFA Cups 1993, verloren aber beide Spiele gegen Juventus. Trotzdem kassierte der Verein 25 Millionen DM, die in neue Talente investiert wurden. Mit Hilfe dieser neuen Spieler, u.a. Matthias Sammer, konnte der Club die deutsche Meisterschaft 1995 und 1996 gewinnen. Matthias Sammer wurde als Europas Fußballer des Jahres ausgezeichnet und nur ein Jahr später gewann die Mannschaft die UEFA Champions League in München durch einen Sieg gegen Juventus, die Spieler wie Zidane in ihren Reihen hatte. Sie schlugen ebenso Cruzeiro und gewannen somit das Finale des Weltpokals. Zu Beginn des neuen Jahrtausends wurde Borussia Dortmund der erste deutsche Fußballverein, der an die Börse ging. Zwei Jahre später wurde die dritte Bundesliga-Meisterschaft mit einem Sieg gegen Bayer Leverkusen gewonnen. Das Erreichen des UEFA Cup Endspiels im gleichen Jahr resultierte aber in einer Niederlage gegen das holländische Team Feyenoord. Seit diesem Zeitpunkt konnte die Mannschaft bis heute ihre erfolgreichen Jahre nicht mehr wiederholen. Sie mussten schwierige finanzielle Zeiten überstehen und konnten sich nur langsam davon erholen. Rivalen und Konkurrenten Schalke 04 Die Rivalität zwischen Borussia Dortmund und Schalke ist auch als Revierderby bekannt. Jedes Jahr streiten die Mannschaften darum, welches Team das bessere im Ruhrgebiet nördlich von Nordrhein-Westfalen, Deutschland ist. Die wohl intensivste Ära der Rivalität war Mitte der 30er und 40er Jahre, als beide Teams den deutschen Fußball bestimmten. Schalke kann, mit 52 Siegen, die meisten Siege zwischen beiden Teams aufweisen. Dieser Text wurde freundlicherweise kostenlos von OleOle - Fußball Ergebnisse, Spiele, Nachrichten, Foren und Fußball Manager zur Verfügung gestellt. |